60er Jahre Kleidung

Die sechziger Jahre gehören in Punkto Mode zu einer sehr bewegten Zeit, in der es vor allem die junge Mode war, die eine Menge Neues hervorbrachte. Die Kleidung der sechziger Jahre, der sogenannten "swinging sixteens", wurde maßgeblich durch die Modemetropole London geprägt. Von dort trat nämlich 1965 der von der Engländerin Mary Quant erfundene Minirock seinen Siegeszug an. Dieser wurde einer der Mode-Hits der Kleidung der sechziger Jahre und begeisterte nicht nur Teenager, sondern auch die High Society und sogar den Adel. Im Winter trug man ihn mit dicken Strumpfhosen.

Doch auch die in den USA entstandene Hippie-Mode gehört zur Kleidung der sechziger Jahre. Dieser farbenfrohe, ausgeflippte und unkonventionelle Look brachte die Schlaghose hervor, die knallbunten Hippiehemden mit bauschigen Ärmeln, Patchworkwesten und Maxikleider. Im Sinne der Flower-Power-Bewegung zierten Blumen die Kleider und Blusen. Daneben wurden aber auch Minikleider mit grafischem Muster zu kniehohen Stiefeln getragen.

Als Accessoires gab es lange, bunte Ketten, Taschen mit Fransen. Lederbänder oder Tücher zierten die meist langen und offen getragenen Haare.

Die Kleidung der sechziger Jahre ließ auch die Blue Jeans immer mehr zur Alltagskleidung werden. Für Männer waren bunte Hemden mit Jeans und Jesussandalen in. Männer und Frauen trugen sie gleichermaßen in allen Gesellschaftsschichten am Arbeitsplatz ebenso wie in der Schule.

Auch die Manchester-Hose gehörte zur Kleidung der sechziger Jahre. Diese Männerhose im Streifen-Karo-oder Fischgrätmuster saß knapp auf der Hüfte wurde nach unten hin immer breiter.

Besonders Ende der sechziger Jahre war sie ein bei Männern ein sehr beliebtes Kleidungsstück und wurde gerne zu Lederjacken angezogen.

Da sie sexuelle Revolution auch vor der Mode nicht haltmachte, brachte die Kleidung der sechziger Jahre im Jahr 1968 durchsichtige Blusen auf den Modemarkt, die ohne einen BH darunter getragen wurden. Auch die Abendgarderobe profitierte von dieser Transparenz mittels durchbrochener Stoffe. Und ebenfalls der Bikini erlebte eine Revolution. Ober-und Unterteil entstanden nun aus zwei durchsichtigen Dreiecken, die von einem Gummizug eingefasst wurden.

Zur Kleidung der sechziger Jahre gehörte für Männer auch der Parka. Er wurde zunächst getragen, um beim Motorrollerfahren die gute Kleidung zu schützen, entwickelte sich aber bald zu einem Modetrend, der gerne anstelle von Pullover oder Lederjacke getragen wurde.