Markenzeichen der Rockermode / Bikermode der 60 Jahre war, die schwarze Lederjacke aus Nappaleder mit der dazu passenden schwarzen Lederhose, teilweise war die Kleidung mit Nieten verziert. Die Rockermode entsprach der Bikermode der 60er Jahre. Die als „Rocker“ bezeichneten Jugendlichen der 60er Jahre fuhren Motorräder und wurden speziell in England auch als Greaser oder Ton-up-Boys bezeichnet. Die Bezeichnung „Rocker“ stammt ursprünglich auch aus England. Die Jugendlichen wurden so genannt, weil sie mit ihren Motorrädern die Straßen unsicher machten, indem sie Höchstgeschwindigkeiten, meist jenseits der 160 km/h Grenze fuhren. Im Englischen werden Geschwindigkeiten über 100 Meilen die Stunde mit „the Ton“ bezeichnet. Um sich bei dieser Geschwindigkeit auf dem Motorrad zu schützen, trugen die Rocker hauptsächlich schwarze Lederkleidung, die heute als Rockermode / Bikermode der 60er Jahre gilt.

 

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Die gegensätzlichen Jugendlichen waren die Mods, in Deutschland wurden sie als Jazzer bezeichnet. Diese Jugendlichen trugen maßgeschneiderte Anzüge und Markenkleidung u. a. auch Wildlederjacken, dass Gegenteil der Rockermode / Bikermode der 60er Jahre, die immer aus schwarzem Nappaleder bestand. Die Mods fuhren grundsätzlich keine Motorräder, sondern Motorroller. Um ihre teure Kleidung auf dem Motorroller zu schützen, trugen sie über diese Kleidung einen Parka. Die Rockermode / Bikermode der 60er Jahre war in ganz Europa populär, nicht nur in England. Die Rocker bevorzugten zudem Rockmusik, während die Mods Musik von „The Who“, den „Kinks“ und Jazz bevorzugt hörten. Trafen Jugendliche dieser Gruppen in den 60er Jahren aufeinander, endeten diese Treffen fast immer in Prügeleien. Allerdings wurde in den späten 60er Jahren die Rockermode / Bikermode der 60er Jahre auch von Jugendlichen getragen, die keine Motorräder besaßen und mit der Originalbewegung nichts zu tun hatten.

 

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Das Kuriosum ist, dass sich die Rockermode / Bikermode der 60er Jahre mit den dazu passenden Motorrädern nur die Jugendlichen leisten konnten, die reiche Eltern hatten. Während die Jugendlichen, die zur Gruppe der Mods oder Jazzer gehörten, eher der Mittel- oder Arbeiterschicht entstammten. Die Mods oder Jazzer wollten durch teure Kleidung ihre Herkunft überdecken. Bei den Angehörigen der Mods oder Jazzer war jedes Kleidungsstück aus schwarzem Nappaleder verpönt, es gehörte zur Rockerszene.

Im Laufe der Jahre verwischten die Ursprünge der Bewegungen und die Rocker wurden als Unruhestifter angesehen. Speziell in den Großstädten trugen viele Jugendliche, die der Rockszene angehörten, die Rockermode / Bikermode der 60er Jahre.